EBERHARD MEIER

Geschichten aus dem "Schäufele"

96 Seiten
Best.-Nr. 978-3-943443-28-8
Preis: 9,90 €

Sachliche Kritik
"Das war glatte Arbeitsverweigerung", schnauft Thorsten wütend, während er ein Glas dunkles Bier trinkt. "So etwas können die sich nicht dauernd leisten." "Die haben jeden Druck vermissen lassen. Ich weiß gar nicht, ob die geschwitzt haben", meint Wolle kopfschüttelnd, während er an seinem Weizen nippt. "Und auch von draußen kamen keine klaren Anweisungen, das Tempo anzuziehen. Das erwarte ich aber von den Leuten, die viel Geld für ihre Arbeit bekommen", meldet sich nun Etsche zu Wort, nachdem er sein Glas Bier auf ex ausgetrunken hat. "Das Ganze hätte noch kippen können, weil die nur mit halber Kraft das Spiel herunter gespult haben." "Boateng hat wieder nicht aufgepasst beim Gegentor. Er bleibt ein Wackelkandidat. Ich hätte Kevin Großkreutz aufgestellt." "Die Mannschaft hat Glück gehabt, dass der Gegner auch an die Grenzen der Belastbarkeit gestoßen ist. Riesiges Glück! Sie ist mental zu labil und kann mit einem Vorsprung nicht gut umgehen. Sie hätte nachsetzen müssen, um sich den Gegner vom Leibe zu halten." "Den Götze hätte ich ausgewechselt, nachdem er dreimal mit Absicht nicht ins Tor geschossen hat", beendet Thorsten seine Bilanz des Spiels. "Der ganze Sturm gehört in die Rente geschickt. Müller, wer ist Müller? Was die sogenannten Stürmer versiebt haben, geht auf keine Kuhhaut. Ohne den Manuel Neuer hätte es böse geendet. Er ist und bleibt der wettbeste Torwart, auch wenn er wieder einmal hinter sich greifen musste", schließt Etsche seinen Kommentar ab. "So eine passive Einstellung kann sich Löw aber nicht ein zweites Mal erlauben. Dagegen war Rudi Gutendorf ja ein Verfechter des Offensivfußballs! Ein anderer Gegner hätte solch ein Spiel nicht zugelassen."
Wolle weist damit noch einmal auf die grundsätzliche Verantwortung des Trainers für die Strategie und für ein offensives Spiel im Besonderen hin. "Noch so ein Fehler, und er muss gehen!" Deutschland hat nur 7:1 gegen Brasilien gewonnen.

7:1

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